Jubiläumsveranstaltung


09.09.2016


20 Jahre Hospizverein Preetz

„Keine Angst vorm Sterben haben zu müssen, ist ein menschliches Anliegen, das gesellschaftlich viel verändert. Wir sind alle sterblich – und darin sind wir nicht allein. 20 Jahre Hospizbewegung in Preetz macht zutiefst dankbar.“ Mit diesen wenigen Worten beschreibt die Vorsitzende des Hospizverein Preetz e.V., Fanny Dethloff, Inhalt, Ziel und Wirken des Vereins, der in diesem Jahr sein 20 jähriges Jubiläum begeht. Sein Wirkungsbereich umfasst Preetz und Umgebung sowie die Probstei. Er ist damit der größte und zugleich älteste Hospizverein im Kreis Plön.

Aus Anlass des Jubiläums findet am Freitag, 9. September, im Schloss Bredeneek eine Festveranstaltung mit rund 150 Teilnehmern statt, an der neben den Mitgliedern zahlreiche Ehrengäste teilnehmen. Nach Grußworten von Kreispräsident Peter Sönnichsen, Bürgermeister Björn Demmin aus Preetz und Propst Erich Faehling folgt der Festvortrag des Palliativmediziners Dr. Georg Bollig (Leitender Arzt des Palliativteams Sonderburg, Dänemark) zum Thema „Palliativversorgung für alle, die es brauchen – was können Hospizbewegung und Letzte-Hilfe-Kurse beitragen?“

Über die Geschichte und die Aufgaben des Vereins sowie über viele Themen zur Hospizarbeit und Palliativversorgung informiert eine Festschrift, die kostenlos angefordert werden kann (Hopizverein Preetz e.V., Kirchenstr. 58, 24211 Preetz, Tel. 04342-889640).

Was vor 20 Jahren mit 29 Gründungsmitgliedern begann, hat sich mittlerweile zu einer stattlichen, vorwiegend ehrenamtlich getragenen Institution mit zahlreichen Angeboten entwickelt: der Verein umfasst heute 214 Mitglieder, von denen 58 aktiv in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen oder sonstigen Vereinsaufgaben wirken. In diesem Jahr werden über 150 Begleitungen durchgeführt. Jeden 3. Donnerstag im Monat öffnet das „Trauercafé“ im Haus der Diakonie seine Tür, jeden 2. Dienstag im Monat findet der „Trauerstammtisch“ im Restaurant Artemis in Preetz statt. Mittwochs besteht zwischen 16.00 bis 18.00 Uhr – nach vorheriger Anmeldung – die Möglichkeit für Trauernde zu Einzelgesprächen im Büro. Auch eine geschlossene Trauergruppe wird angeboten. Seit 2015 wird das Projekt Hospiz & Schule für Kinder im 3. und 4. Schuljahr angeboten.

Der Hospizverein Preetz sieht sich auch für künftige Aufgaben gut aufgestellt. Durch das neue Hospiz- und Palliativgesetz (2015) ist die finanzielle Absicherung der Arbeit deutlich verbessert worden. Höhere Lebenserwartung, Altersarmt und Vereinsamung erfordern einen zunehmenden Einsatz. Gleichzeitig wird die Begleitung trauernder Menschen weitere Aktivitäten verlangen. Des-halb sucht der Verein Menschen, die sich ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagieren möchten und bietet 2017 wieder ein Befähigungskurs an, der auf die Begleitung vorbereitet.

„Ohne den großartigen ehrenamtlichen Einsatz von Menschen, die für andere da sein wollen, ist die Hospizarbeit nicht denkbar. Deshalb gilt unser großer Dank all denen, die uns unterstützen – in welcher Form auch immer“, so Fanny Dethoff abschließend.

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